Marlitt Wendt

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Reiten neu definiert

Unterricht

Zirkuslektionen


Reiten neu definiert

Die Alternative zu den Alternativen!

Sind Sie auch von den sogenannten gewaltfreien Methoden enttäuscht, bei denen es sich gar nicht um echte gewaltlose Alternativen handelt?

Wollen Sie nicht länger der falschen Annahme von der Dominanz gegenüber dem Pferd hinterherlaufen?

Träumen sie auch vom Reiten in Harmonie fernab von körperlicher oder seelischer Gewalt?

Es geht auch anders: Machen wir uns auf den Weg!

Wir wollen das Pferd physisch und psychisch formen und auch uns selbst reflektieren. Man lernt zu fühlen und sich zu spüren, aber dabei besonders auf die Rolle des Pferdes einzugehen.

Erst fühlen, dann denken, dann handeln!

Wir erhöhen nicht den Druck und manipulieren das Pferd nicht mechanisch, sondern warten darauf, den gewünschten Effekt belohnen zu können.

Das Pferd: „Zeig´ mir, ob ich es richtig mache!“

Freiheit: Wir sollten als intelligente Lebewesen in der Lage sein, dem Pferd Spaß zu vermitteln. Übungen sollten stets so geschickt gestaltet werden, dass wir keinen Druck als ständigen Begleiter brauchen. Das Pferd kann also selbst entscheiden, ob es mitmachen will.

Partnerschaft: Der Mensch ist zwar dem Pferd intellektuell überlegen, aber das bedeutet nicht, dass der Mensch seine individuellen Wünsche über die des Pferdes stellen darf. In einer echten Partnerschaft hat der Mensch die Verantwortung, die Bedürfnisse des Pferdes zu respektieren und nach seinen Möglichkeiten zu verwirklichen.

Lasst uns gemeinsam glücklich sein!

Natur: Für uns als heutzutage oft sehr naturentfremdete Menschen kann ein Pferd einen Zugang zur Natur darstellen. Wir sollten uns wieder mehr als einen Teil der Natur fühlen und mit dem Pferd in Einklang die Natur genießen und dort Stille und Entspannung finden.

Der Weg ist das Ziel!

Wissenschaft: Wir sollten alte Traditionen immer wieder überdenken und uns ohne zu zögern von „alten Hüten“ trennen, auch auf die Gefahr hin, von konservativeren Reiterkollegen schief angesehen zu werden.

Die Frage ist nicht nur, ob eine Methode funktioniert, sie muss auch ethisch vertretbar sein!

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Unterricht

Brinja lernt gelassen über eine Plane zu gehen.

Die Ausbildung am Boden dient dazu, das Pferd an alle wichtigen Signale zu gewöhnen, ohne es durch das Reitergewicht zu behindern. Die Elemente des Unterrichts stammen aus den verschiedenen Reitweisen, von der Bodenarbeit über Trail at Halter, Gelassenheitstraining bis hin zur iberischen Arbeit an der Hand. Unser Pferd weiß nicht, ob wir western oder klassisch arbeiten. Für unser Pferd zählt nur, wie ihm eine Übung schmackhaft gemacht wird.

Die Frage ist nicht was, sondern wie!

Unser Unterricht stellt eine Alternative dar: Wir wollen eine Einheit mit unserem Pferd bilden und ein Gefühl der Harmonie erleben. Dies wollen wir auf einem gewaltfreien Weg erreichen. Die Ziele des Unterrichts sind die Gymnastizierung des Pferdes auf freiwilliger Basis. Dabei plädieren wir für eine freie Wahl der Reitweise; wir wollen neue Wege gehen:

Reiten im Einklang mit dem Pferd!

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Zirkuslektionen


Maraschino im Kompliment

Maraschino im Spanischen Schritt

Zirkuslektionen sind für viele Menschen die erste Möglichkeit, sich spielerisch und ohne Zwang mit ihrem Pferd zu beschäftigen. Die Erarbeitung der einzelnen Lektionen setzt neben gegenseitigem Vertrauen auch voraus, sich Gedanken über die Motivation des Pferdes zu machen. Ein Pferd kann durch gezielte Belohnungen dazu gebracht werden, auf ein Signal hin selbständig ohne weitere Hilfsmittel ein Verhalten auszuführen. Diese Verhaltensweisen stammen aus dem normalen Verhaltensrepertoire eines Pferdes, sie werden einzeln markiert und sind später einzeln abrufbar.

Über die Zirkuslektionen finden viele unserer Schüler den Zugang zu neuen Methoden. Sie überdenken ihr bisheriges Handeln und erkennen am Erfolg, dass sie sich auf dem richtigen Weg befinden. Da das Pferd völlig frei ist, dienen die Lektionen als Aufbau und Vertiefung des gegenseitigen Vertrauens. Nur durch eindeutige Kommunikation ist es möglich, vom Pferd verstanden zu werden. Und auch wir Menschen lernen nur durch genaues Hinsehen, das Pferd zu verstehen. Neben dem „Verstehen“ ist das „Verständnis“ für die Seele des Pferdes wichtig bei der Erarbeitung von Zirkuslektionen. Wir müssen erkennen, wann das Pferd noch nicht soweit ist, etwas für uns zu tun, weil es möglicherweise zu nervös oder ängstlich ist und wann es zur Mitarbeit bereit ist.

Meine Schüler lernen im Unterricht in zirzensischen Lektionen immer viel über den Körper ihres Pferdes. Sie finden heraus, wie beweglich ihr Pferd ist und welche Bewegungen ihm leicht fallen. Sie lernen, welche Muskelgruppen bei welchen Übungen beansprucht werden und wie die Übungen korrekt aussehen. Nur so kann die Muskulatur der Pferde von den Übungen profitieren. Sie wird schonend trainiert und gedehnt. Nur so sind die Zirkuslektionen auch als Beschäftigung für alte und unreitbare Pferde geeignet.

Fotogalerie des Zirkusseminars 2006

Kinder-Zirkusgruppe

Seit Anfang 2007 treffen wir uns jeden Sonntag Nachmittag ab 13 Uhr zur Kinder-Zirkusgruppe auf dem Küsterhof. Teilnehmen können Kinder ab etwa 5 Jahren. Ziel dieser Gruppe ist die spielerische Beschäftigung mit dem Pferd. Wir wollen verschiedene Tricks einstudieren, mit den Pferden spielen und lernen, unsere Pferde zu verstehen.

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